Raspberry Pi Grundlagen – Teil 2

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Nachdem wir im Teil 1 des Tutorial die vorbereitenden Schritte abgeschlossen haben, geht es jetzt an die Installation des Betriebssystems. Für die Tutorials verwende ich hauptsächlich Raspbian.

Betriebssystem überspielen

NOOBS

Die einfachste Version ist, das von der Raspberry Pi Foundation zur Verfügung gestellte NOOBS (New Out Of the Box Software) zu verwenden. Einfach runterladen, entpacken und den Inhalt des Ordners auf die SD Karte kopieren. Danach die Karte auswerfen und in den Pi stecken. Den Raspberry jetzt noch mit Netzwerk, Monitor, Tastatur und Maus verbinden und an den Strom anschließen.

NOOBS

 

Nach einer kurzen Zeit erscheint das obige Bild. Sollte dem nicht so sein, checke bitte nochmals, dass Du nur den Inhalt des NOOBS-Ordners auf die SD-Card kopiert hast und nicht den Ordner selbst (Bin ich bei meinen ersten Versuchen mit NOOBS nämlich selber drauf reingefallen).

Hier im Screen kannst Du jetzt einfach die Betriebssysteme auswählen, die Du installieren willst. Für unsere Tutorials bitte NUR „Raspbian“ (der erste Eintrag) auswählen. Ganz unten wählst Du jetzt noch „German“ oder „Deutsch“ für „Language“ und „de“ für das „Keyboard“ aus. Wenn Du Dein System lieber auf „English“ installieren willst, solltest Du trotzdem „Keyboard“ ändern, da es ansonsten zu Problemen mit den Sonderzeichen bei der Eingabe von Befehlen kommen kann.

Sobald alle Auswahlen getroffen sind, einfach auf „Install“ klicken und warten, bis die Installation fertig ist. Nach einem Reboot geht’s dann in Teil 3 weiter.

Windows

Für Windows gibt es ein kostenloses Programm, das unter http://sourceforge.net/projects/win32diskimager heruntergeladen werden kann. Nachdem Du das Image von http://www.raspberrypi.org/downloads/ heruntergeladen hast, musst Du Win32DiskImager mit Administrator-Rechten starten. Dazu mit der rechten Maustaste auf das Programmsymbol klicken und „Als Administrator ausführen“ anklicken.

Im erscheinenden Dialog links das zWin32DiskImageru flashende Image und rechts den Laufwerksbuchstaben der SD-Card auswählen. Danach auf „Write“ klicken und warten, bis das Image geschrieben ist.

Mac OS X

Unter Mac OS X kann man das freie Python Tool PiWriter benutzen. Für unser Tutorial nutzen wir allerdings die Kommandozeile. Hier kann man das ganze Setup mit Bordmitteln erledigen. Falls Du Dich für PiWriter interessierst, anbei zwei weiterführende Links:

Um das Betriebssystem manuell zu überspielen, benötigst Du ein Terminal-Fenster. Dieses findest Du unter „Programme“ -> „Dienstprogramme“ -> „Terminal“ im Finder. Bevor wir aber das OS aufspielen können, müssen wir erstmal das benötigte Image herunterladen. Die Raspberry Pi Foundation stellt dazu die Datei zum Download auf ihrer Webseite bereit. Auf http://www.raspberrypi.org/downloads/ „Download ZIP“ für Raspbian anklicken und die Datei im Download Ordner speichern.

Nachdem das Image heruntergeladen wurde, im Finder die ZIP-Datei doppelt anklicken und entpacken.

Jetzt noch ins Terminal wechseln und das Image überspielen:

Zuerst musst Du den Device-Namen der SD-Card herausfinden:

$> df -u
Filesystem Size Used Avail Capacity iused ifree %iused Mounted on
/dev/disk0s2 112Gi 54Gi 58Gi 48% 14103953 15308415 48% /
/dev/disk2s1 30Gi 11Gi 18Gi 39% 0 0 100% /Volumes/USBSTICK
/dev/disk1s1 7.3Gi 2.3Mi 7.3Gi 1% 0 0 100% /Volumes/RASPBIAN

In der Ausgabe suchst Du einfach nach dem Namen, den Du beim Löschen der Karte (siehe Teil 1) angegeben hast. Bei mir ist das „RASPBIAN“ und somit ist mein Device „/dev/disk1s1“.

Als nächstes wird das Image übertragen. Dazu musst Du in den Ordner wechseln, in dem Du das Image gespeichert hast. Wenn Du meinen Schritten gefolgt bist, ist das „Downloads“. Um das Image aufzuspielen, verwenden wir den Systembefehl dd. Hierbei ist zu beachten, dass die ganze Karte überschrieben werden soll. Deshalb darf man beim Schreiben nur den Disknamen (ohne die Partition) verwenden. D.h. aus „/dev/disk1s1“ wird dann „/dev/disk1“. Um den Schreibvorgang zu beschleunigen, setzt man noch ein „r“ vor die „disk“ und erhält somit „/dev/rdisk1“. Bevor man die Karte schreiben kann, muss allerdings noch das Device ausgehangen werden:

$> sudo diskutil unmount /dev/disk1s1
Password:
Volume RASPBIAN on disk1s1 unmounted
$> cd ~/Downloads
$> sudo dd bs=1m if=2014-01-07-wheezy-raspbian.img of=/dev/rdisk1

Da dd keine weiteren Ausgaben hat, kann der Eindruck entstehen, dass nichts passiert. Dem ist aber nicht so. Um zu sehen, wie viel Daten bereits geschrieben wurden, kann man die Tastenkombination „ctrl-t“ verwenden.


load: 1.42 cmd: dd 21250 uninterruptible 0.00u 0.04s
36+0 records in
35+0 records out
36700160 bytes transferred in 3.498893 secs (10489077 bytes/sec)

Wenn das Schreiben abgeschlossen ist (merkt man daran, dass der Prompt – standardmäßig das $-Zeichen – wieder angezeigt wird), muss die Karte nur noch „ausgeworfen“ werden.


$> sudo diskutil eject /dev/disk1
Password:
Disk /dev/disk1 ejected

Linux

Unter Linux kann man das Image analog der Anweisungen zu Mac OS flashen.

Weiter geht es in Raspberry Pi Grundlagen – Teil 3.

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