Raspberry Pi Grundlagen – Teil 1

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Jetzt ist es endlich soweit. Das erste Tutorial zum Thema Hausautomation geht auf den Weg. In dieser Tutorialserie geht es erstmal um absolute Basics – das initiale Setup eines Raspberry Pis. Dieser kleine und sehr flexibel einsetzbare Einplatinen-Computer kann für die unterschiedlichsten Aufgaben im Bereich der Hausautomation verwendet werden. Doch bevor es soweit ist, muss er erstmal in einen einsatzbereiten Zustand versetzt werden – und genau darum geht es in diesem Tutorial.

Benötigte Komponenten

Um einen Raspberry Pi grundsätzlich in Betrieb zu nehmen, werden folgende Komponenten benötigt:

  • der Raspberry Pi selbst (Model A oder B)
  • Monitor oder TV
  • HDMI Kabel (alternativ Composite Video)
  • Micro USB Steckernetzteil (mind. 700 mA, 5V)
  • SD Card (mit mind. 2 GB)
  • USB Keyboard
  • Ethernet-Kabel
  • existierendes Netzwerk

Optional kannst Du Dir noch folgende Komponenten zulegen:

  • USB Maus
  • Gehäuse
  • WLAN USB Stick

Wenn Du Dir unsicher bei den einzelnen Komponenten bist, kannst Du meinen Empfehlungen folgen, oder aber eines der Starterkits (einfach mal auf Amazon nach „raspberry pi starter kit“ suchen) bestellen. Die enthalten alle benötigten Komponenten, kosten aber in aller Regel ein bisschen mehr, als der Einzelkauf. Hier noch meine Empfehlung:

  • Raspberry Pi Model B
  • Ethernet (Patch-)Kabel (Cat 5 oder besser)
  • beliebiger Monitor oder TV mit HDMI Anschluss
  • HDMI Kabel
  • Micro USB Steckernetzteil (1200 mA, 5V)
  • SD Card (SDHC Class 10, 8GB oder mehr)
  • USB Keyboard/Maus (die billigste Version, die Du bekommen kannst ;-))
  • Gehäuse

Installation

SD Card vorbereiten

Sobald Du alle benötigten Teile zusammen hast, kann es los gehen. Da der RasPi über keinen permanenten Speicher verfügt und auch kein BIOS hat, müssen wir das Betriebssystem mit Hilfe eines anderen Rechners auf die SD Card aufspielen.

SD Card formatieren

Als erstes muss die Karte mit MS-DOS FAT formatiert werden. Dafür benutzt man unter Windows oder Mac OS am Besten den SD Formatter, ein Tool, das von der SD Association kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Windows

Alternativ kann man unter Windows den Explorer öffnen und dann mit der rechten Maustaste auf die zu formatierende Karte klicken. Windows SD Card formatieren   Im Kontext-Menü wählst Du dann „Formatieren“ aus. In dem erscheinenden Popup „FAT32“ als Dateisystem auswählen. Alle anderen Einstellungen bleiben auf ihren jeweiligen Standardwerten. Nach einem Klick auf „Start“ wird die SD Card entsprechend formatiert.

Mac OS X

Unter Mac OS X kann man alternativ das Festplattendienstprogramm verwenden. Nachdem die SD-Card eingesteckt wurde, musst Du im Finder unter Programme -> Dienstprogramme -> Festplattendienstprogramm das Programm starten. Dann links in der Liste der Devices die SD-Card auswählen und rechts oben auf „Löschen“ klicken. Im Auswahlfeld „Format“ „MS-DOS-Dateisystem (FAT)“ auswählen. Im Feld „Name“ kannst Du einen Namen angeben, der dann im Finder für die Karte verwendet wird. Allerdings wird dieser Name beim Verwenden eines Images wieder überschrieben und muss evtl. hinterher von Hand wieder neu gesetzt werden. Jetzt einfach noch den Button „Löschen“ klicken und fertig.

Linux

Unter Linux nutzt Dur am besten das grafische Tool gparted (oder sein Kommandozeilen-Pendant parted). Um das Device für parted herauszufinden, kannst Du „df -h“ im Terminal ausführen. Danach die Karte in den Kartenleser eingeben und den Befehl nochmals ausführen. Dann sollte in der Liste ein neues Device stehen (/dev/xxx). Dieses dann anstelle von /dev/xxx im folgenden einsetzen. Bei gparted einfach das Programm starten und dann die Karte einsetzen. Das neu auftauchende Device ist dann die SD Card.

$> parted
(parted) select /dev/xxx
(parted) mktable msdos
(parted) mkpart primary 0% 100%
(parted) quit

Weiter geht es in Raspberry Pi Grundlagen – Teil 2.

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